Sonntag, 1. Februar 2026

31.1.2026 Rückblick

Zeit für einen kurzen Rückblick:
- Afrika ist immer ein intensives Erlebnis, das man nie vergisst und das viel des Gewohnten auf den Kopf stellt.
- Per Rad die Sahara von Nord nach Süd durchqueren ist schon eine besondere Herausforderung, aber mit Tourerfahrung und Flexibilität doch erstaunlich gut machbar.
- Gute Planung ist enorm wichtig: Fahrtrichtung und Jahreszeit müssen stimmen, sonst wird's zur Tortur.
- Das Wertvollste unterwegs sind die vielfältigen Begegnungen mit Menschen. Leider sind sie wegen der Sprachbarrieren in diesem Teil der Welt stark reduziert.
- Der Blog gibt nicht wieder, was wir gesehen haben. Die Vorgabe, Menschen nicht zu fotografieren, verfälscht das Erlebte enorm.
- Die WhatsApp Gruppe der Tourenradler Westafrika, zur Zeit mehr als 600 zwischen Marokko und Namibia unterwegs, ist eine wunderbare Hilfe. Man ist nie allein mit seinen Fragen und Problemen. Alle helfen sofort weiter mit ihren gesammelten und aktuellen Erfahrungen - ein unvorstellbarer Schatz.
- Tour und Blog sind wegen der bewusst gewählten Rückreise ohne Flug am Ende langatmig. Da hilft kein Schönreden, es ist machbar, aber das werden wir nicht wiederholen.
- Wir sind sehr dankbar für die Erfahrungen und Begegnungen, diese Zeit intensiver Erlebnisse. Es gab keine großen Probleme, wir sind reich erfüllt und wohlbehalten zurück. Und immer noch neugierig auf diese wundervolle Welt.

Samstag, 31. Januar 2026

26.1.2026 Tag 15-16: Per Flixbus nach Tübingen

In Genua spüren wir den Winter, trotz aller Shirts, Jacken und Hosen übereinander. Jetzt heißt es noch ein letztes Mal warten, diesmal auf den Flixbus, der im Winter hier nur jeden zweiten Tag Räder mitnimmt. Kein Problem in einer sehenswerten Stadt und einem schönen Hostel, aber dummerweise mit Schnupfen und Fieber. So wird es ein verschlafener heilsamer Sonntag. Am Abend vor dem Bus mal eine tolle Überraschung: Der nach Stuttgart gebuchte Bus hält in Tübingen! Dort am Morgen nur noch einen Kilometer mit abgefahrenen Reifen auf verschneiten Straßen und wir sind nach 16 Tagen Rückfahrt am Ziel.

Samstag, 24. Januar 2026

22.1.2026 Tag 12-14: Fähre nach Genua

Es ist kalt und sehr windig am Meer. Wie wird das erst in Deutschland sein?
Schönes Schiff, da kann man gut zwei Tage und Nächte verweilen.
Erstaunlich angenehme Fahrt: das Meer ist ruhig, die Fähre hat einen großen Ruheraum mit vielen Schlafplätzen auf Boden und Sitzen. Geschätzt sind 90 % Afrikaner und 97 % Männer im Raum. Europäer scheinen Kabinen vorzuziehen. Wie wir mit Isomatte, Schlafsack und Tauchsieder sind alle gut ausgestattet mit Decken, Proviant, Wasserkochern, Teekannen, Kochplatten, Sandwich Makern..... Es ist nachts erstaunlich ruhig, die Fernseher bleiben Tag und Nacht aus.
Am Nachmittag auf Höhe der Balearen können wir noch in der Sonne sitzen, ab Südfrankreich ist's kalt.

Mittwoch, 21. Januar 2026

21.1.2026 11.Tag: Per Rad zum Fährhafen

Nach einem fürstlichen Frühstück können wir für die letzten 50 km endlich noch mal die Räder nehmen. Die hügelige Küstenstraße führt nach Tanger Med, dem Fähr- und Container Hafen.
Derart kunstvoll werden wir in unserer letzten afrikanischen Unterkunft empfangen.

Dienstag, 20. Januar 2026

20.1.2026 10.Tag: Tanger - endlich am Mittelmeer

Gut, dass die Fahrt nach Tanger die letzte Busfahrt in Afrika war: es ist kalt hier im Norden und die Heizung ist kaputt, es zieht und regnet, auch im Bus, da die Dachfenster undicht sind. Es muss überhaupt viel geregnet haben, da immer wieder Land überschwemmt ist. Die lange Zeit der Taxi - und Busfahrten ist geschafft, zur Fähre geht's per Rad..
Wenn man von Süden kommt, wirkt Tanger sehr europäisch. Eine kleine Radtour zeigt uns phönizische Grabstätten, den Blick nach Spanien, die Kasbah, eine große Fußgängerzone mit vielen Touristen, eine lange belebte Promenade am Mittelmeerstrand, schöne Parks und führt zum Malabata Guest House, der schönsten Unterkunft von allen.

Montag, 19. Januar 2026

19.1.2026 9.Tag: bis Casablanca

Nach 18 h guter Busfahrt sind wir um 10.15 in Agadir. 1,5 Std später sitzen wir im Bus nach Casablanca., bis 19.00.
Busfahren ist ganz anders, irgendwie wie Fernsehen. Die Landschaft läuft vorbei, wir sehen das gleiche Gebirge, die gleiche Wüste, aber wir erleben sie nicht. Freiheit, Spontaneität, Spannung, Abenteuer, Erfahrung, Begegnung... all das, was Radtouren ausmacht, fehlt im Bus und Auto. Die Fahrt ist so ermüdend, man hat keinen Bezug zum Gesehenen. Dass der Unterschied so krass ist, überrascht uns.

18.1.2026 8.Tag: Von Dakhla Richtung Agadir

Lange schlafen, Gottesdienst in der kath. Eglise Our Lady of Mount Carmel, Picknick im Park, Vogelmarkt, Strandspaziergang am Atlantik -  der Tag fühlt sich ganz fremd an, wie Urlaub. 
Dreirad Taxis warten am Busbahnhof auf Kundschaft.
Um 16.00 startet der sehr gute Supratours Bus seinen 1170 km langen Weg nach Agadir.