Über die Brücke zur Prinz-Edward-Island dürfen wir leider nicht fahren. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es einen perfekt organisiertten Shuttle. Am Parkplatz etwa 5 km vor der Brücke finden wir in einem kleinen Haus die Aufforderung, den Shuttle über eine Sprechanlage anzufordern. Wir haben kaum unsere Wasserflaschen aufgefüllt, schon kommt ein Auto, der freundlich Fahrer lädt uns samt Rädern und Gepäck und bringt uns über die 12,8 km lange Brücke.
2016-2017: Kuba-Mexiko-Belize-Guatemala-El Salvador-Honduras-Nicaragua-Costa Rica-Panama 2017-2018: Südamerika: Ecuador-Peru-Bolivien-Argentinien-Paraguay-Uruguay-Brasilien 2019: Osteuropa: Rumänien-Moldawien-Ukraine-Polen 2020: Ostafrika: Kenia-Tansania-Malawi-Sambia 2022: USA-Kanada 2023: Sizilien-Rom; Drauradweg-Wien. 2023 Asien: Vietnam-Laos-Kambodscha-Thailand-Malaysia-Singapur 2024-2025: Australien-Neuseeland
Donnerstag, 21. Juli 2022
Dienstag, 19. Juli 2022
19.7.2022
Ungewöhnliche Morgenstimmung, sehr persönlich, aber über Tag wurde es besser:
"Seit Stunden regnet's. Ein Viertel Zelt ist nass. I have to pi. Über dem Innenzelt 1000 Mücken. Happy Birthday!"
Nach hartem Kampf gegen den Wind und diversen Regenzwangspausen dann die nächste Geburtstagsüberraschung:
Zeltstange gerissen! Gestern haben wir ein Mini-Loch im Zelt entdeckt. Vielleicht wird es Zeit, an den Rückflug zu denken...
Montag, 18. Juli 2022
18.7.2022
Unser Bild des Tages, und nichts zu sehen: Riesiger schwarzer Elch vor dunklem Wald am frühen Morgen am Highway. Mit den Augen ein gewaltiger Anblick, leider ist die Smartphonekamera dem nicht gewachsen.
mapy und Google Maps wollten, dass wir mit 20 km Umweg die nächste Brücke über der Miramichi River nehmen, aber verboten war's nicht, nur etwas schwierig. Wie man sieht war der Gehweg sehr schmal, oft sandig, und der Wind von rechts ließ uns den Lenker sehr sehr fest halten.
17.7.2022
New Brunswick - eine neue Provinz, und Kanada ist wieder anders. Der größte Vorteil für uns ist, dass New Brunswick zweisprachig ist. Alle Schilder sind französisch und englisch geschrieben und alle Menschen sprechen beides. Seit der Grenze verstehen wir und werden verstanden - äußerst angenehm! Ansonsten scheint die Provinz ruhig, noch weniger besiedelt, weniger touristisch, sehr grün. Immer noch sehen wir ausschließlich Einfamilienhäuser mit großen Rasenflächen, aber genau seit der Grenze gibt es auch kleine Obst- und Gemüsegärten. Vielleicht liegt das daran, dass wir Richtung Süden fahren und es immer wärmer wird.
"Grenze" zwischen Quebec und New Brunswick. Irgendwie merkwürdig, dass auf beiden Seiten jede Menge Cannabis-Shops sind.
Freitag, 15. Juli 2022
15.7.2022
Bei den Micmaque-Indianern in Gesgapegiag: Anders als in der Siedlung Pessamit leben hier die Micmac seit Jahrhunderten, das Dorf ist nicht konstruiert, sondern gewachsen. Es ist die einzige offiziell dreisprachige Gemeinde - Englisch, Französisch und Micmaque, schon in der Primarschule.
Extra für uns öffnet eine junge Frau die Wigwam-Kirche und zeigt uns voller Stolz ein Stück ihrer Heimat:
14.7.2022
Steigungen und Wind werden schwächer, die Sonne scheint, aber die Straßen sind voll und laut. Wir sind es ein bisschen leid, immer auf Seitenstreifen zu fahren, aber schön ist's trotzdem.
Und langsam wird das Meer wieder zum Fjord.
Leider gibt's dieses Schild seit einigen Tagen auf jedem Rastplatz - eine Covidfolge. Auch hier hat die Zahl der Wohnmobile so stark zugenommen, dass die schöne Gegend davon rücksichtslos überflutet wurde. Schade.
Zum Glück sind die Menschen sehr freundlich. Die Frage, ob wir unser Zelt in ihrem Garten aufbauen dürfen, wird nur sehr selten mit nein beantwortet. Und da es ausschließlich Einfamilienhäuser mit großen bis riesigen Rasenflächen gibt, müssen wir nicht lange suchen.
Donnerstag, 14. Juli 2022
13.7.2022
Die Südseite der Gaspe-Halbinsel ist völlig anders. Die Hügel sind viel flacher. Während auf der Nordseite alle Flüssen mit Wasserfällen ins Meer sprangen, münden sie hier in großen Deltas. Die Touristen scheinen hier nur durchzufahren, es gibt viele Wiesen, kleine Farmen, weiterhin Fischfang. Die Sprache wird immer unverständlicher. Hier herrscht die höchste Arbeitslosigkeit Kanadas. Gleich geblieben ist nur der kräftige Westwind, der dummerweise jetzt von vorne kommt.
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