Mittwoch, 7. Januar 2026

7.1.2026 Gambia

Gambia ist der kleinste Staat Afrikas, nur halb so groß wie Hessen, und hat nicht mal 3 Mio Einwohner. Das ganze Land ist ein breites Flussufer, mitten in Senegal. Nach ganz viel Französisch freuen wir uns jetzt, dass Englisch die Landessprache ist. Die Menschen sind ausgesprochen freundlich - der Name "Land des Lächelns" scheint berechtigt.
Passend zum Land ist auch die Hauptstadt Banjul mit 30000 Einwohnern winzig und ruhig. Sie liegt auf einer Insel am Atlantik und ist von Norden nur per Fähre zu erreichen. 
Arch 22, das Denkmal der Unabhängigkeit 1965, bietet tolle Blicke über die Stadt.Hier ist der Islam toleranter - auch Nicht -Muslime dürfen die King Fahad Moschee, ein Geschenk Saudi Arabiens, besuchen.
Leider war jenseits der Insel dann Schluss mit ruhig, da beginnt die Großstadt Serrekunda mit viel Gedränge, Verkehrschaos und üblen Abgasen - Rushhour pur.

6.1.2026 Baobab

Baobabs ziehen einfach immer den Blick auf sich. Die Mythologie erklärt das Aussehen damit, dass der Teufel den Baum ausgerissen und verkehrt herum in die Erde gerammt hat. Die Funktionen der markanten Affenbrotbäume sind beeindruckend vielfältig .Er bietet Material für die Herstellung von Dächern, Seilen, Seife, Körben, Papier, Kleidung, Schmuck...
Die Medizin bedient sich der Blätter, Früchte und Samen gegen Infektionen, Magen-Darm-Erkrankungen, Herzbeschwerden, Zahnschmerzen, Malaria...
Das schwammartige Holz kann in der Regenzeit bis zu 140000 l Wasser speichern, das in der Trockenzeit von Menschen und Tieren angezapft wird. Der oft hohle Stamm dient als Lagerraum oder auch als Gefängnis.
Fruchtfleisch und Samen der langen ovalen Früchte sind hochwertige Lebensmittel (Proteine, Öl, Kalium, Calcium, Magnesium).
Karang Poste, Grenze Gambia 

Montag, 5. Januar 2026

5.1.2026 Weiter Richtung Süden

Eineinhalb Tage mit viel Verkehr durch den am dichtesten besiedelten Teil Senegals:Danach führte unsere Route ins Sine Saloum Delta. 
Statt Piste und Fähre überraschte uns eine neue fast autofreie Straße mit toller Brücke, Pont Nelson Mandela, über den Saloum.

Samstag, 3. Januar 2026

3.1.2026 Le Marché Kermel

Das historische Gebäude des Kermel Marktes wurde zur französischen Kolonialzeit 1860 erbaut, brannte 1993 nieder und wurde wenig später original wieder aufgebaut. 

3.1.2026 Ile de Gorée - bedrückendes Welt(un)kulturerbe

Die kleine Insel Gorée ist trauriges Weltkulturerbe und zentrale Gedenkort für die grausame Geschichte des Sklavenhandels. Das Sklavenhaus mit der berühmten "Tür ohne Wiederkehr" veranschaulicht, was hier und anderswo Millionen von Afrikanern widerfahren ist. Damit Europäer die Schätze der Kolonien ausbeuten konnten, brauchten sie Unmengen an kostenlosen Arbeitskräften. Wie sie afrikanische Menschen zu Handelswaren degradieren konnten, bleibt trotz aller Forschung und Information ein Rätsel.
Johannes Paul II., Nelson Mandela, Barack Obama, Christine Lagarde... sicher waren alle hier ebenso fassungslos wie wir 

Freitag, 2. Januar 2026

2.1.2026 Dakar - lebendig, chaotisch, selbstbewusst, schön

In Dakar begegnen sich afrikanische Tradition und westliche Moderne auf engstem Raum. In nur 180 Jahren ist diese Millionenstadt gewachsen: 1845 französische Missionsstationen, dann Hafen, Fort, Handelshäuser, Faktoreien. 1885 Eisenbahnlinie nach Mali mit Abzweig nach Saint Louis, 1898 Flottenstützpunkt, 1907 Französische Kolonialverwaltung für ganz Westafrika. Erst seit 1960 ist Senegal unabhängig. Damit begann die Landflucht und Dakar wuchs rasch und unkontrolliert zu dem, was es heute ist, extreme Konzentration von arm und reich, neu und alt, weitläufig und eng, Vergangenheit und Zukunft....
Sun of Independence 
Monument der Unabhängigkeit, von Nordkorea gebaut, größer als die Freiheitsstatue, aber oft kritisiert als zu wenig afrikanisch, zu teuer, zu stalinistisch, zu unislamisch, da halbnackt, nicht schön..
Am westlichsten Punkt Afrikas 

Donnerstag, 1. Januar 2026

1.1.2026 Neujahrsgrüße aus Dakar

Es ist ruhig heute in Dakar. Vieles ist geschlossen, aber ein paar Eindrücke ließen sich doch gewinnen.
Neujahrsgottesdienst in der Kathedrale 
Place de l'Indépendance
Bahnhof
Mitten in der Millionenstadt
und tatsächlich ein Fahrradweg, der allerdings als Gehweg und Parkplatz genutzt wird