Mittwoch, 10. Dezember 2025

10.12.2025 Begegnung mit Antoine de Saint-Exupéry

Saint-Exupery war 1927-29 hier in Tarfaya  als Flugpilot stationiert. Seine Hauptaufgabe war der Rückkauf notgelandeter Postflieger von kriegerischen Nomaden. In dieser Zeit hat er wohl Freundschaft mit dem kleinen Prinzen geschlossen.
Ohne Westsahara war Tarfaya die südlichste und westlichste Stadt Marokkos. 2008 gab es kurzzeitig eine Fährverbindung nach Fuerteventura, nur 100 km, die aber wegen eines Unglücks nach nur drei Monaten aufgegeben wurde.
Viel Wind und viel Sand hier:So sieht heute der Campingplatz der Stadt aus.

9.12.2025 Tan Tan

In Aziz's House, einem kleinen Hostel in Tan Tan, erlebt man Gastfreundschaft. Der Hausherr empfängt uns wie Freunde, macht morgens das perfekte Frühstück und teilt es in interessanter Runde. Außer uns ist heute noch ein deutscher Tourenradler dort, auf dem Weg von Marrakesch nach Gambia und weiter nach Süden, open end. Und dann noch ein Engländer, kürzlich pensioniert, der sich gerade in der Nähe von Tan Tan, am Ozean, dauerhaft niederlässt. Hier findet er Hilfe und Rat bei seiner mutigen Aktion.
Unterwegs wird's richtig warm. Wir haben doppeltes Picknickglück: Schatten von einem Verkehrsschild und Meerblick.

Akhfennir 


Dienstag, 9. Dezember 2025

8.12.2025 Angekommen in der Wüste

Möglicherweise waren diese Tiere pünktlich beim Markt. Beeindruckend!
Die Straße nach Süden scheint alle Hauptstädte Westafrikas zu verbinden. Verfahren kann man sich hier nicht.
Etwa alle 50 km gibt's eine Art Restaurant, eine schmackhafte Gelegenheit, vor der Sonne zu fliehen.
Ein- bis zweimal täglich treffen wir Tourenradler, meist aus Deutschland oder Frankreich, und immer gibt's interessante und informative Gespräche am Wegesrand.
Tan Tan: schön, nach 130 km Wüste wieder in einer Stadt zu sein.

7.12.2025

Brot und Wasser gibt's zum Glück überall, wo Menschen leben. Nur den Laden muss man manchmal suchen. 
Meine Pedale machten seit ein paar Tagen fürchterliche Töne. Kein Problem. Einfach fragen, und schon werden neue herausgeholt und gleich montiert. Passt, kein bedrohliches Knacken mehr, 5 €, so einfach kann das Leben sein.
Hassan und Kollege begleiten uns im Schneckentempo das letzte Stück bis zum Pass, nach ihrer 200 km Rennradtour, mit französisch-englischem Smalltalk. Oben werden wir eingeladen, in der nächsten Stadt bei ihnen zu übernachten. Sehr freundlich, aber zu früh am Tag. Trotzdem ein herzliches Dankeschön!
Guelmim, ehemals französische Garnisonstadt, heute immer noch eine Großstadt zwischen Steppe und Wüste. Bis vor 50 Jahren gab es hier den größten Kamelmarkt ganz Afrikas. Inzwischen sind viele Nomaden sesshaft oder fahren lieber Auto, aber samstags werden immer noch Dromedare, Schafe und Ziegen gehandelt. Schade, dass wir erst sonntags hier waren.

20 km SW von Guelmim 

Montag, 8. Dezember 2025

7.12.2025 Advent

Rorate caeli desuper et nubes pluant justum - Tauet Himmel den Gerechten
Über's Gebirg Maria ging zu ihrer Bas' Elisabeth 
Maria durch ein Dornwald ging 
O Heiland reiß die Himmel auf 

Fernab von Weihnachtsmarkt und Glühwein, Kling Glöckchen und Geschenken, Feiertagsplanung und Plätzchen backen... ist die Botschaft dieser Zeit so nahe. Stille, Zeit, Besinnung und die alten Lieder im Kopf und auf den Lippen, so ist Advent auf dem Rad im Süden Marokkos, eine Zeit, in der Zuversicht und Hoffnung wachsen können.


Samstag, 6. Dezember 2025

6.12.2025 Ein schönes Stück Küstenstraße

Es wird hügelig, die Ebene ist durchquert, der Anti-Atlas beginnt, die südlichste Gebirgskette. Die Hügel sind noch nicht hoch, aber von vielen Flusstälern durchzogen. Alle sind staubtrocken. Nur ein einziges scheint Wasser zu haben:
Erstaunlich, wie sehr sich die Augen nach nur einer Woche über dieses Grün freuen.Das Highlight ist der Bogen von Legzira, die wohl schönste Felsformation des Landes. 

Sidi Ifni

Freitag, 5. Dezember 2025

5.12.2025 Weiter nach Südwesten zum Atlantik

Zunächst geht's zügig vorwärts auf der Nationalstraße RN 1. Dank breiter Seitenstreifen und rücksichtsvoller LKW Fahrer ist das Radfahren recht angenehm, aber es ist sehr laut. Also testen wir mal die Nebenstraßen:weitgehend geteert mit grobem Asphalt, schmal, aber kaum Autos, hügelig und ruhig. Fazit: auch gut.
Wenn das der fruchtbarste Teil Marokkos ist, wie mag dann der Rest aussehen? Wovon leben die Menschen in solchen Dörfern? Und wie mag sich hier erst der Sommer anfühlen?
Hier und da sieht es so aus, als könnte man dem Boden vielleicht doch etwas abtrotzen.
Die Wüste kommt näher.
Eine Familie braucht Hilfe, Vater, Mutter zwei Kinder und ein Koffer auf einem Moped. Leider kann unsere Luftpumpe nichts ausrichten bei einem geplatzten Reifen.

Aglou